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Gezielte Wirkung

Bedürfnisse nach Sportart

 

Gezielte Wirkung

Körper formen

Das Ziel und/oder das Prinzip gewisser Sportarten ist es, den Körper zu formen, ihn aus ästhetischen Gründen oder zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit zu "entschlacken".
In diesem Fällen sollte die Ernährung besonders arm an Lipiden und einfachen Kohlenhydraten sein. Aktivsubstanzen (z. B. Koffein) können ebenfalls eingesetzt werden, um das Schmelzen der Fettreserven zu beschleunigen. Schließlich sind spezifische Muskelübungen durchzuführen und die Proteinzufuhr sollte angepasst werden, um eine gute Muskelfunktion sicherzustellen.

Achtung, jede besonders proteinreiche Ernährung sollte von einer überdurchschnittlichen Hydration begleitet werden, denn für die Ausscheidung der Proteinrückstände müssen die Nieren sehr viel arbeiten. 


Muskeln kräftigen

Andere Übungen sind darauf ausgerichtet, die Muskeln zu kräftigen, entweder damit sie an Masse zulegen oder um ihre Leistungsfähigkeit für ganz bestimmte Belastungen zu stärken, ohne dass sie dabei zwangsläufig mehr Masse ansetzen sollen.

Für diesen Zweck sind gezielte Trainings durchzuführen, wobei die Ernährung wenig Lipide, dafür aber viele Proteine enthalten und die Flüssigkeitszufuhr dementsprechend groß sein sollte. 


Die Proteine

Bei allen Sportarten, die auf den Abbau von Körperfett oder die Erhöhung der Muskelmasse ausgerichtet sind, spielen die Proteine für den Muskelaufbau, aber auch für die Kompensation des Muskelverlustes bzw. um dem Muskelabbau nach der Belastung entgegenzuwirken, eine große Rolle.

Im Allgemeinen kann der erhöhte Proteinbedarf mit der täglichen Ernährung abgedeckt werden (die übliche Proteinzufuhr von täglich 1 g pro Kilo Körpergewicht kann bei Ausdauersportarten auf täglich 1,5 g oder 2 g/kg gesteigert werden). Bei gewissen Sportarten wie Krafttraining, Kraftsport etc., bei denen der Proteinbedarf auf täglich 2-2,5 g/kg ansteigen kann, kann eine proteinhaltige Nahrungsergänzung ins Auge gefasst werden.

Die erhöhte Proteinzufuhr zwecks Aufbaus von Muskelmasse sollte jedenfalls mindestens 6 Monate dauern und täglich 3 g/kg nicht überschreiten (um Leber- oder Nierenprobleme zu vermeiden).
Damit sie wirksam ist, muss sie natürlich mit einem entsprechenden Training verbunden sein, ohne dass auf Anabolika zurückgegriffen wird.

Zu Information: Die proteinreichsten Lebensmittel sind Fleisch, Fisch, Eier etc., Milchprodukte sowie Hülsenfrüchte und Soja.


Kraftsportarten und Sportarten mit Gewichtsklassen

Worauf bei diesen Sportarten besonders zu achten ist:

  • Bei den Krafttrainings nicht übertreiben, sonst können Muskelschäden und –verletzungen entstehen, was der gewünschten Wirkung entgegensteuern würde.
  • Bei den Sportarten mit Gewichtsklassen muss während des ganzen Jahres und nicht erst auf die Wettkampfsaison hin darauf geachtet werden, dass man sein Idealgewicht bewahrt, denn Abnehmen im letzten Moment, koste es, was es wolle, ist gefährlich.

Insbesondere kann eine sehr strenge Diät bei den Frauen den Monatszyklus durcheinander bringen und sogar eine Magersucht auslösen.
Beim Fasten fallen beispielsweise zahlreiche Abfallstoffe im Organismus an und es kann zu einem plötzlichen Aufmerksamkeitsabfall kommen.

Methoden, die darauf abzielen, durch Schwitzen Wasser und damit Gewicht zu verlieren – wie Sauna oder das Tragen wasserundurchlässiger Kleidung – sind gefährlich, denn sie können zu einer starken Dehydration führen, die dann nur schwer wieder auszugleichen ist. Es ist in der Tat sehr einfach, seinen Organismus zu entwässern, hingegen dauert es viel länger und ist sehr viel schwieriger eine gute und anhaltende Hydration zu erreichen, so dass alle Zellen des Organismus ausreichend mit Wasser versorgt sind. Es genügt nicht, nach dem Wiegen einfach viel zu trinken, um die Flüssigkeit zu ersetzen, die man kurz vor dem Wiegen durch Schwitzen verloren hat, denn die so aufgenommene Flüssigkeit sammelt sich einfach im Magen an, anstatt die Zellen mit Wasser zu versorgen; sie wirkt deshalb eher störend und bewirkt hinsichtlich der bevorstehenden Belastung eher eine Beeinträchtigung der körperlichen Leistungsfähigkeit.

Achten Sie darauf, keine solchen Methoden anzuwenden, die alle Vorteile des guten Reaktionsvermögens, die Sie sich antrainiert haben, zunichte machen.